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GOAT – Gelsenkirchener Offenes Antifa-Treffen

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Diese Seite wird kontinuirlich um Inhalt erweitert, Reflexionen und Transparenzberichte folgen zeitnah.
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Strukturfragen, Machtspiele und digitale Übernahmen
– eine übergreifende Problemlage -

In den letzten Monaten sind innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung im Ruhrgebiet – insbesondere in einem regionalen Klimakollektiv und dem davon inspirierten OAT (Offenes Antifa-Treffen) – besorgniserregende Tendenzen sichtbar geworden, die über Einzelfälle hinaus strukturelle Fragen aufwerfen.

Dabei zeigt sich ein wiederkehrendes Muster:
Machtansprüche, Ausschlussstrategien und der gezielte Missbrauch von Awarenessstrukturen, um Einzelpersonen aus gemeinschaftlich entstandenen Prozessen zu drängen.

Das Klimakollektiv: Ausschluss ohne Anhörung

Im Kontext des Klimakollektivs wurde eine Person, die über längere Zeit tragend und kontinuierlich Verantwortung übernahm, plötzlich Ziel interner Vorverurteilungen. Statt Gesprächsangebote wahrzunehmen oder belastbare Klärungsprozesse einzuleiten, wurde auf informellen Kanälen Stimmung gemacht – unterstützt durch selektive Weitergabe sensibler Informationen und teils manipulative Deutungsmuster, die sich auf den Schutzbegriff der „Awareness“ beriefen, ohne ihre ethische Substanz einzulösen.

Ein echter Awarenessprozess – also ein Raum für Klärung, Selbstreflexion und kollektive Heilung – fand nie statt.

Stattdessen wurde versucht, über intransparente Gruppenentscheidungen Fakten zu schaffen und die betroffene Person ohne Anhörung, ohne Gespräch und ohne Beweise aus der Struktur zu drängen. Dies geschah trotz jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit, tiefer Verwurzelung in gewaltfreier Praxis und klarer antifaschistischer Grundhaltung.

OAT: Wiederholung derselben Dynamiken

Diese problematischen Muster wiederholten sich mit zeitlicher Verschiebung auch im Umfeld des OAT – dem „Offenen Antifa-Treffen“, das ursprünglich aus dem Klimakollektiv heraus initiiert worden war.

Dort versuchte ein ähnliches Personenfeld, schrittweise Kontrolle über die digitale Infrastruktur zu erlangen – darunter zentrale Accounts, Chatgruppen und Kommunikationskanäle. Bereits Wochen zuvor hatte ein überregionales Netzwerk – u. a. mit Bezug zu einer Person aus dem benachbarten OAT in Duisburg – Pläne zur Übernahme einzelner Plattformen kommuniziert. Dies geschah nicht im offenen Dialog, sondern über abgesprochene, intern koordinierte Strategien, die gezielt auf Ausgrenzung setzten – erneut ohne Möglichkeit zur Stellungnahme der betroffenen Person.

Was hier sichtbar wird.

Diese Vorgänge sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck eines tiefen Strukturproblems, das viele linke, aktivistische und basisdemokratische Räume betrifft:

-> Die fehlende Trennung von persönlichem Unmut und politischer Verantwortung.

-> Die Instrumentalisierung von Schutzräumen zur Durchsetzung ideologischer Kontrolle.

-> Die Entwertung langfristiger, sichtbarer und friedlicher Arbeit, sobald diese nicht in vorgefertigte Szenelogiken passt.

Wenn Ausschluss ohne Anhörung zum Standard wird, wenn digitale Infrastrukturen durch „weiche Putsche“ vereinnahmt werden, wenn empathielose Kälte im Namen von Progressivität auftritt, dann ist nicht nur eine Einzelperson betroffen – sondern das Vertrauen in kollektive Strukturen als Ganzes wird erschüttert.

Ausblick und Verantwortung

Die Klimagerechtigkeitsbewegung lebt davon, dass Menschen sich einbringen können – auch wenn sie anders denken, anders fühlen oder andere Wege gegangen sind. Wer Verantwortung übernimmt, braucht Schutz – nicht Machtmissbrauch. Und wer aufklären will, darf nicht gleichzeitig zerstören.

Es braucht jetzt keine Rache. Es braucht Aufarbeitung. Es braucht Räume für eine neue Kultur der radikalen Gewaltfreiheit – auch nach innen.

Nur dann kann das, was an vielen Stellen unter dem Namen „Awareness“, „Klimagerechtigkeit“ oder „Antifaschismus“ läuft, tatsächlich das sein, was es vorgibt zu sein: Ein Weg aus der Gewalt – und nicht ein neuer Ort für sie.